Konzert am Samstag, 22. Oktober 2011

Martin Stadtfeld

Eröffnungskonzert des "Malgartener Klavierherbstes 2011"

Konzerteinführung um 19 Uhr mit Ludger Rehm

 

Johann Sebastian Bach (1685-1750): 8 kleine Präludien und Fugen für Orgel BWV 553-560 (Bearbeitung M. Stadtfeld)

Johann Sebastian Bach: 15 dreistimmige Inventionen BWV 787-801

Johann Sebastian Bach: Preludio, Gavotte und Gigue aus der Partita für Violine in E-Dur (Bearbeitung Sergej Rachmaninoff)

Sergej Rachmaninoff (1873-1943): 6 Moments Musicaux op. 16

 

Das Konzert ist bereits ausverkauft! 

Wer kennt ihn nicht, den deutschen Pianisten Martin Stadtfeld?! Der Gewinn des ersten Preises beim Internationalen Johann-Sebastian-Bach Wettbewerb in Leipzig 2002, der 14 Jahre zuvor nicht vergeben worden war, öffnete dem Künstler endgültig die Türen zu den wichtigsten Konzertpodien Europas. Seit dem gastiert er weltweit bei namhaftesten Festivals (Salzburger Festspiele, Bachwoche Ansbach, Schubertiade in Schwarzenberg und Hohenems). Kommende Engagements führen Martin Stadtfeld zu weiteren international renommierten Festivals wie dem Rheingau Musik Festival, Festival International Echternach, Lockenhaus sowie zum Ljubljana Festival. Zudem ging er in der Saison 2010/2011 als Solist mit den Wiener Symphonikern und dem Mozarteum Orchester Salzburg auf Tournee. Auch die neue geschaffene Reihe der „Osnabrücker Meisterkonzerte“ bietet in der aktuellen Saison ein Orchesterkonzert mit dem Pianisten.

 

Im Rahmen des „Malgartener Klavierherbstes 2011“ bieten wir unserem Publikum nun die Möglichkeit, Martin Stadtfeld ganz direkt und unmittelbar zu erleben. Bachs 15 dreistimmige Inventionen stehen im Mittelpunkt der ersten Hälfte des Konzertes. Die Kompositionen des großen Meisters haben seit je her Komponisten zu Bearbeitungen inspiriert. Eine Bearbeitung aus der Feder Sergej Rachmaninoffs stellt uns Martin Stadtfeld vor, der mit einem eigenen Arrangement der „Acht kleinen Präludien und Fugen für Orgel“ den Konzertabend eröffnet. Nach der Pause erklingen Rachmaninoffs wunderbare Moments musicaux op. 16 – das ist spätromantische, virtuose Klaviermusik wie sie hörenswerter nicht sein kann!

 

Ein gar wundervolles Eröffnungskonzert für den „Malgartener Klavierherbst 2011“, das schon vom ersten Takt an die Richtschnur für das musikalisch-interpretatorische Niveau der kommenden vier Konzerte setzen wird.

Konzert am Sonntag, 23. Oktober 2011

Olga Scheps

Zweites Konzert des "Malgartener Klavierherbstes 2011"

Peter Tschaikowsky (1840-1893): Natha Valse

Sergej Rachmaninoff (1873-1943): Zwei Préludes op. 23 Nr. 4 & 5

Mikhail Glinka (1804-1857)/Mily Balakirev (1837-1910):

„Die Lerche“                                      

Sergej Rachmaninoff (1873-1943):

Variationen op. 42 über ein Thema von Corelli

Sergej Prokofjeff (1891-1953):

„Abschiedsszene“ aus „Romeo und Julia“

Sergej Prokofjeff: Klaviersonate Nr. 7 B-Dur op. 83

 

Olga Scheps ist die Ausnahme in unserem diesjährigen Klavierfestival: Während alle anderen Pianisten schon seit Jahren, um nicht zu sagen: Jahrzehnten auf den Konzertpodien dieser Welt auftreten, ist die junge Russin erst vergleichsweise kurz im Geschäft. Verstecken muss sich die Künstlerin deswegen keinesfalls! Wir erlauben uns, an dieser Stelle die FAZ zu zitieren, die es anlässlich des Klavierfestivals Ruhr 2010 folgendermßen auf den Punkt bringt: „…Olga Scheps ist… eindeutig ein Hauptgewinn.“

 

Olga Scheps wurde 1986 in Moskau geboren und kam mit sechs Jahren nach Deutschland. Ihre aktive Konzerttätigkeit als Pianistin begann bereits im Alter von 12 Jahren, als sie mit mehreren ersten Preisen bei "Jugend musiziert" und einem ersten Preis beim Wettbewerb "Jugend spielt Klassik" auf sich aufmerksam machte. Mittlerweile führten sie Konzerte in die Tonhalle Düsseldorf, die Laeiszhalle Hamburg, die Kölner Philharmonie, Beethovenhalle Bonn sowie die Philharmonie in München u. a. Ihr Recital in Malgarten ist sozusagen „Generalprobe“ für ein Konzert in der Berliner Philharmonie, das sie nur wenige Tage später dort geben wird. Das von ihr vorgeschlagenen reine russische Programm haben wir mit „Kusshand“ genommen, schlägt es doch einen Bogen von schwelgerischer Klaviermusik über eines der Hauptwerke für Klavier aus der Feder Rachmaninoffs (den wunderbaren Corelli-Variationen) bis hin zu zwei Kompositionen von Sergej Prokofjeff, die zu seinen Standardwerken auf diesem Instrument zählen.

2010 wurde Olga Scheps mit einem ECHO Klassik ausgezeichnet, den sie (kleine Anekdote am Rande) aus der Hand von Martin Stadtfeld erhielt. Sie ist ein gern gesehener Gast bei diversen Festivals wie z. B. dem Klavierfestival Ruhr, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Schleswig-Holstein Musik Festival sowie dem Kissinger Sommer, dem Heidelberger Frühling und den Sommerlichen Musiktagen Hitzacker. Im Ausland konzertierte sie bisher in Italien, Österreich, Dänemark, der Schweiz, den Niederlanden, Asien sowie in den USA. Angesichts ihrer pianistischen Fähigkeiten geraten Publikum wie Presse ins Schwärmen.

 

„Der jungen Pianistin Olga Scheps, die die neue Saison der Meisterkonzerte in Aachen eröffnete, war in letzter Zeit einiges an Medienaufmerksamkeit zuteil geworden. Dass die 24-jährige, in Russland geborene und seit vielen Jahren in Deutschland lebende Nachwuchskünstlerin mehr ist als eine aparte junge Frau, die schön Klavier spielt, das wurde den Zuhörern schnell bewusst. Sie verfügt nicht nur über eine beachtliche spieltechnische Souveränität, sondern hat als eigenständige Künstlerpersönlichkeit einiges zu sagen.“ (Az-web.de)

Konzert am Samstag, 29. Oktober 2011

Ragna Schirmer

Drittes Konzert des "Malgartener Klavierherbstes 2011"

Konzerteinführung um 19 Uhr mit Christoph Guddorf

 

Johann Sebastian Bach (1685-1750):

Aria variata alla man. italiana in a-Moll BWV 989

Johann Sebastian Bach / Ferruccio Busoni:

Choralvorspiel Nr. 3 "Nun komm der Heiden Heiland"

 

 

Ferruccio Busoni (1866-1924): aus Elegies K 249:

No. 2 All' Italia! (in modo napoletano)

Ferruccio Busoni:

Chaconne in d-Moll B 24 (nach Bach BWV 1004)

Franz Liszt (1811-1886):

aus "L'Années de Pèlerinage, Zweites Jahr: Italien":

Gongoliera / Petrarca Sonett 47 / Dante Sonate / Tarantella

 

Ragna Schirmer ist im Osnabrücker Land längst eine bekannte Größe: Schon zweimal konnten wir Sie für ein Recital im Kloster Malgarten gewinnen; auch vom Osnabrücker Symphonieorchester wurde sie als Solistin eingeladen. Der ein oder andere mag sich wundern, wieso wir die sympathische Pianistin nun erneut einladen. Nun, Ragna Schirmer live zu erleben, ist jedes Mal aufs Neue ein Genuss, zumal sie regelmäßig unter Beweis stellt, dass sie auch eine exzellente Programmgestalterin ist. Ein Programm für ein Klavierrecital könnte kaum interessanter sein, als die Werke, die heute Abend auf dem Programm stehen!

 

Wir könnten an dieser Stelle viel über Ragna Schirmer schreiben: Zum Beispiel, dass sie 15 Erste Preise und Sonderpreise bei Internationalen Wettbewerben gewann. Auch, dass ihr mit 17 (!) Jahren ein Sonderpreis beim Deutschen Musikwettbewerb zuerkannt wurde. Nicht vergessen dürfen wir den Titel „Bach-Preisträgerin“, der ihr beim Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb in Leipzig gleich zweimal (1992 und 1998) zuerkannt wurde.

 

Wir könnten auch schreiben, dass sie regelmäßig Gast bei den wichtigen Festivals in Europa ist (u. a. Klavier-Festival Rhein-Ruhr, Internationales Beethoven-Fest Bonn, MDR-Musiksommer, Salzburger Festspiele). Oder zum Thema „CD-Aufnahmen“, dass ihre Debut-CD mit den Goldbergvariationen (erschienen im Mai 2000) von der Fachzeitschrift "FonoForum" mit dem Stern des Monats ebenso ausgezeichnet wurde wie ihre 2006 erschienene Schumann-CD. Ihr Haydn-Doppelalbum erhielt 2003 einen ECHO-Klassik. Auch ihre zahlreichen weiteren Einspielungen (Chopin, Corigliano, Schnittke, Schmidt, Beethoven, Schumann) wurden europaweit mit höchster Anerkennung rezensiert, ebenso die jüngst erschienene Mendelssohn-CD mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken.

 

Es wäre ein Leichtes, diese Liste hier zu verlängern. Andererseits möchten wir es viel lieber folgendermaßen halten: Unbedingt Karten sichern, rechtzeitig nach Malgarten kommen und sich dann eineinhalb Stunden wundervoller Klavierkunst hingeben.

Konzert am Sonntag, 30. Oktober 2011

Michael Korstick

Viertes Konzert des "Malgartener Klavierherbstes 2011"

Ludwig van Beethoven (1770-1827): Sonate Nr. 27 e-moll op. 90

Franz Schubert (1797-1828): Sonate A-Dur D 959

Charles Koechlin (1867-1950): Les Collines, au coucher du soleil (aus „Les Heures Persanes“ op. 65)

Franz Schubert: Sonate B-Dur D 960

 

Wir freuen uns außerordentlich, dass es uns gelungen ist, mit Michael Korstick einen der bedeutendsten deutschen Pianisten überhaupt für ein Recital im Rahmen des „Klavierherbstes“ zu verpflichten! Sie kennen Michael Korstick nicht? Dann wird es höchst Zeit, diese Bildungslücke zu schließen. Mit Beethoven und Schubert konzentriert sich Korstick in Malgarten auf Komponisten, denen er sich seit Jahrzehnten intensiv widmet und bei denen wir zu Recht Interpretationen auf allerhöchstem Niveau erwarten würfen.

 

Höchster Anspruch ist Michael Korsticks Leitmotiv. Das Ergebnis: Erst im Alter von 43 Jahren, nach 20 erfolgreichen Konzert-Spielzeiten entschließt er sich, seine ersten CD-Aufnahmen einzuspielen – und sie machen prompt Furore. 2004 schließlich wird seine bahnbrechende Interpretation von Beethovens "Hammerklaviersonate" op. 106 veröffentlicht und rückt den besonnenen Musiker endgültig ins Rampenlicht und ins Bewusstsein eines breiten Publikums. Einstimmig wertet die Fachpresse diese Interpretation als Sensation (CD des Monats in Fono Forum, stereoplay und pizzicato). Ein gewaltiges Medienecho ist die Folge (Süddeutsche Zeitung: "Ein Glücksfall", Die Zeit: "grandios ... ein spektakulärer Beethoveninterpret"). Seitdem steht der eher zurückhaltende Michael Korstick im Mittelpunkt des allgemeinen Interesses, insbesondere als "einer der wichtigsten Beethoven-Interpreten unserer Zeit" (Audiophile). Wenig später trifft seine Aufnahme von Schuberts großer B-Dur-Sonate auf ähnliche Zustimmung (Fono Forum: "von bezwingender Kraft", stereoplay: "setzt neue Maßstäbe", pizzicato "ein genialer Pianist") und wird mit dem "ECHO KLASSIK 2005" als solistische Einspielung des Jahres ausgezeichnet.

 

Das Jahr 2005 markiert den Beginn einer langfristigen Zusammenarbeit zwischen Michael Korstick und seinem neuen Schallplattenlabel OehmsClassics, für das er zunächst einen kompletten Beethoven-Zyklus einspielt. Die erste Veröffentlichung dieser Reihe, die Diabelli-Variationen des Bonner Meisters, wird von der Fachwelt wiederum als maßstabsetzend begrüßt (CD des Monats in stereoplay, Rondo, pizzicato, Feature in Fono Forum), wird mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet und von Joachim Kaiser in der Süddeutschen Zeitung zur "Entdeckung des Jahres" gekürt. Auch die Volumes 2 und 4 der Gesamteinspielung von Beethovens Sonaten erhalten den Preis der deutschen Schallplattenkritik sowie weitere Auszeichnungen, darunter den MIDEM Classical Award.

 

Die erfolgreiche Präsenz auf dem Schallplattenmarkt hat den Namen Michael Korstick auch im Konzertleben zum Begriff gemacht; hiervon zeugen sowohl die Teilnahme an renommierten Musikfestivals (Klavierfestival Ruhr, Schubertiade Hohenems, Europäisches Musikfest Stuttgart, Rheingau Musikfestival) als auch seine Auftritte u. a. im Münchner Herkulessaal, im Großen Saal der Alten Oper Frankfurt, in der Stuttgarter Liederhalle, in der Essener Philharmonie (hier mit dem Zyklus sämtlicher Beethoven-Klavierkonzerte), in der Nürnberger Meistersingerhalle und in der Kongresshalle Saarbrücken.

Konzert am Samstag, 05. November 2011

Bernd Glemser

Abschlusskonzert des "Malgartener Klavierherbstes 2011"

Konzerteinführung um 19 Uhr mit Christoph Guddorf

 

Frédéric Chopin (1810-1849): Ballade Nr. 1 g-moll op. 23

    Mazurka a-Moll  op. 17, Nr. 4

    Mazurka b-Moll  op. 24, Nr. 4

    Nocturne cis-Moll op. 27, Nr. 1

    Nocturne Des-Dur op. 27, Nr. 2

    Scherzo Nr. 4 E-Dur op. 54

Franz Liszt (1811-1886): Sonate h-Moll

 

Als wir vor wenigen Monaten die jüngste CD-Einspielung von Bernd Glemser anhörten, war uns vom ersten Takt an klar, dass wir den richtigen Pianisten für das Abschlusskonzert des "Klavierherbstes" engagiert hatten. Glemser meistert die chopinschen Scherzi und Balladen in einer Art und Weise, die schlichtweg sprachlos macht! Technische Herausforderungen verkommen zur Randnotiz, statt dessen Musik, Musik und nochmals Musik, die sich mit einer vorbildlichen Klarheit paart. Sie merken es: Wir geraten ins Schwärmen!

 

Die Zeitungen wurden schnell auf den Schüler des russischen Pianisten und Pädagogen Vitalij Margulis aufmerksam, der ab 1981 das einmalige "Kunststück" vollbrachte, hintereinander aus 17 (!) internationalen Wettbewerben als Sieger und Preisträger von Spezialpreisen hervorzugehen (Cortot, Rubinstein, Tschaikowsky, Busoni, Callas und viele mehr). 1987 gewinnt er den renommierten ARD-Wettbewerb in München.

 

Nachdem Harald C. Schonberg - "Papst" der Klavierkritik - Bernd Glemser im Rahmen des Sydney Klavierwettbewerbes hörte, schrieb er tief beeindruckt in der New York Times, ...."einen Techniker von Weltrang gehört zu haben, der mit aristokratischem Spiel und im Geiste eines Glenn Gould den Wettbewerb buchstäblich gesprengt habe..." Auch die Kritik in Deutschland geizt nicht mit seltenen Superlativen. Die Debütkonzerte in der Alten Oper Frankfurt und im Herkulessaal München wurden schlichtweg als Sensation beschrieben, sein Auftritt am Klavierfestival Ruhr - Mekka der Pianisten-Elite - mit der Überschrift "Horowitziade" geadelt. Die FAZ schreibt: "Glemser gehört heute zur absoluten Weltspitze und wird dennoch mehr oder weniger als Geheimtip gehandelt: Unprätentiöses Auftreten, konsequentes Vermeiden von Starkult - kurz: eine überaus sympathisch anmutende Bescheidenheit des Auftretens im Dienste eines verantwortungsvollen Künstlertums führt dazu, daß die Fachwelt im Gedanken an Glemser stets in höchstes Entzücken gerät, während die Popularitätskurve im Vergleich zu gewissen anderen Stars flacher zu verlaufen scheint. Aber: Die Kurve steigt. Wo immer Glemser auftritt, provoziert er Ovationen und Bewunderung." Das "Main Echo" urteilt anlässlich eines Auftritts beim Rheingau Musik Festival: "Bernd Glemser gehört wirklich zu den Ausnahmepianisten. Kein anderer Vertreter seines Faches kann sich in solch souveräner Vielfalt präsentieren." In der "Rheinischen Post" ist zu lesen: "Glemser ist ein Pianist, der viele seiner Kollegen zu blossen Klavierspielern degradiert..." Und schließlich das Fachblatt "Rondo" über eine seiner zahlreichen Rachmaninoff-Einspielungen: "Bernd Glemser hat die Argerich-Instinkte, er bringt jene ganz große Technik mit, die alle Kollegen erblassen lassen muss."

 

Erleben Sie einen großen deutschen Pianisten in der besonderen Atmosphäre der Konzertscheune!

Konzert am Samstag, 19. November 2011

Dorothee Mields, Hille Perl & Lee Santana

KONZERTABSAGE

Das Konzert muss auf Grund eines Sterbefalls im unmittelbaren Umfeld einer der beteiligten Künstler leider ausfallen. Wir bedauern diese kurzfristige Absage sehr, sehen für den Moment jedoch keine Alternative dazu. Wir dürfen unsere Konzertbesucher um Verständnis für diese ungewöhnliche Entscheidung bitten.

 

Mit ihrem Dowland-Album “In Darkness Let Me Dwell” landete die Gambistin Hille Perl vor zwei Jahren einen großen Erfolg. Die CD stieg gleich nach Erscheinen in die Klassik-Charts ein und sorgte für ein begeistertes Echo – nicht nur in den Medien, sondern auch im Kloster Malgarten, wo die Künstler im vergangenen Jahr dieses Projekt vor ausverkaufter Kirche eindringlich vorführten.

 

Mit ihrer neuen CD „Loves Alchymie“ widmet sich Hille Perl einer über 400 Jahre alten, englischen Dichtkunst, die später als „metaphysical poetry“ bezeichnet wurde. Wie schon auf dem „In Darkness Let Me Dwell“-Album sind auf „Loves Alchymie“ die Sopranistin Dorothee Mields und der Lautenist Lee Santana dabei. Die ausgewählten Songs basieren auf Texten des Shakespeare-Zeitgenossen John Donne (1572 – 1631), die von berühmten englischen Komponisten wie John Dowland und Alfonso Ferrabosco vertont wurden. In sieben thematisch und klanglich unterschiedlichen Abschnitten nähert sich Hille Perl mit ihren beiden Mitmusikern diesem musikalisch -poetischen Kapitel des elisabethanischen Zeitalters mal zutiefst berührend, mal hochexpressiv nachdenklich.

 

Von der Encyclopædia Britannica einmal als „der größte Liebesdichter der englischen Sprache“ eingestuft, weist John Donnes Lyrik eine Modernität auf, die später T. S. Eliot und Ernest Hemingway stark beeindrucken sollte. Seine Gedichte drehen sich dabei um die ewigen Themen wie Liebe, Glaube und Vergänglichkeit. Wie bedeutend Donnes Dichtung schon zu seinen Lebzeiten war, unterstreicht allein die Vielzahl anonymer Vertonungen, die Hille Perl und ihre Musiker in Archiven entdeckt haben. In dem CD-Programm tauchen zudem englische Komponisten wie Thomas Hume, William Corkine und Henry Lawes auf, die mit ihren Vokalsätzen und Gambenstücken die Musik des 17. Jahrhunderts maßgeblich mitgeprägt haben.

 

Die CD-Einspielung im Spiegel der Kritik

 

“Das Hören dieser Einspielung ist einfach nur beglückend!”

NRD Kultur, 8.9.2010

 

“Nachgedacht wird über den Tod, die Liebe und die Haltung zur Religion […] Dem Inhalt der Dichtungen angemessen, handelt es sich überwiegend um melancholische, ruhige Kompositionen. Die Zusammenstellung der Werke […] überzeugt durch inhaltliche und musikalische Geschlossenheit. Dorothee Mields vermag es, mit ihrem samtig weichen, aber doch sehr flexiblen Sopran bei sehr guter Textverständlichkeit die Textinhalte hervorragend zu übermitteln. Gefühle wie Trauer und Nachdenklichkeit, Zögern und Entschlossenheit sind bis ins kleinste Detail nachvollziehbar. Hille Perl und Lee Santana begleiten beziehungsvoll und abwechslungsreich […] eine sehr gelungene CD-Produktion.”

Bewertung: 5/5 großartig - Kulturradio online, 05.10.10

 

„…frühbarocke englische Lieder auf Texte von John Donne, mit extraordinärer Sensibilität und ebensolcher Stimmschönheit vorgetragen durch Dorothee Mields, die sich immer mehr zu einer Emma Kirkby unsere Tage entwickelt.“

5 von 5 Punkten - Rondo online, 25.09.10

 

„Eine wunderbar klare, nicht zu weiche und sehr fein nuancierte Stimme, mit viel Ausdruck, einer perfekten Intonation… Sekundiert wird die Ausnahmesängerin von Hille Perl an der Gambe und ihrem langjährigen kongenialen Partner an den Lauteninstrumenten, Lee Santana… Ein überaus sinnliches Album und eine unbedingte Kaufempfehlung.“

CD Empfehlungen, MDR Figaro, Take 5

Konzert am Sonntag, 18. Dezember 2011

Niniwe

Vier verzaubernde Stimmen zum Advent

Schon zweimal konnten wir das Vokal-Ensemble Niniwe bei uns im Kloster Malgarten begrüßen. Warum nun also zum dritten Mal? Weil die vier Sängerinnen einfach unschlagbar darin sind, mit ihren Stimmen eine Adventsstimmung zu schaffen, die das Herz öffnet. Originelle Arrangements traditioneller Weihnachtslieder, die Frontfrau Winnie Brückner dem Ensemble "auf den Leib schneidert", stehen im Mittelpunkt der Konzertes. Die vier Stimmen harmonieren in wunderbarer, scheinbar müheloser Weise miteinander: So kann ein Klang entstehen, der unter die Haut geht.

 

Besonderer Bonus in diesem Jahr: Niniwe bringt eine nagelneue CD mit (man müsste sagen "pressfrisch"...), die randvoll ist mit wundervollen Weihnachtsarrangements des Ensembles. Wir sind geneigt zu sagen: Bis zum Konzert Geld sparen, an dieser Stelle investieren und unterm Weihnachtsbaum die musikbegeisterte Verwandschaft beglücken. Einfacher und besser kommt man nicht zu einem Weihnachtsgeschenk, das begeistern wird.

 

Beim letzten Konzert von Niniwe im Kloster Malgarten in 2009 mussten einige unserer Konzertbesucher unverrichteter Dinge wieder umkehren: Die Kirche war bis auf den aller(!)letzten Platz gefüllt. Wir empfehlen daher in diesem Jahr unbedingt den Vorverkauf!

Konzert am Sonntag, 05. Februar 2012

Vogler Quartett

Kammermusik auf Weltniveau

Erwin Schulhoff: "Fünf Stücke für Streichquartett"

Joseph Haydn: Streichquartett Nr. 82, F-dur, op. 77 Nr. 2, Hob. III:82

Antonin Dvorak: Streichquartett Nr. 12 F-Dur op. 96 ("Amerikanisches") 

 

Bei dem "Vogler Quartett" handelt es sich um eines der renommiertesten Streichquartette weltweit! Da wundert es nicht weiter, dass das Ensemble in der Saison 2010/11 bereits sein 25-jähriges Bestehen begangen hat - und sich durch sein großes individuelles und gemeinsames Können einen Platz unter den Spitzenformationen der Kammermusik sichern konnte. Kenner der Kammermusik geraten ins Schwärmen, sobald die Sprache auf die "Voglers" kommt. Den Begriff der „Kammer" sollte man dabei allerdings nicht allzu wörtlich nehmen, sondern etwas allgemeiner denken - denn die vier Voglers begreifen sich als ein Verbund von vier profilierten Persönlichkeiten, die zusammenarbeiten, um die konzertante Gattung Kammermusik auf der großen Bühne zu vertreten.

 

Das Gründungsdatum des Vogler Quartetts war 1985; schon ein Jahr später sorgten sie bereits beim Streichquartettwettbewerb im französischen Evian für Furore, als sie gleich mehrere Preise gewannen - damals als erstes ostdeutsches Ensemble, dem diese Auszeichnungen zuteil wurden. Sie gaben den Startschuss für eine internationale Karriere, die das Vogler Quartett seither in die bedeutendsten Musikzentren führt: Es war auf nahezu allen wichtigen Konzertpodien zu Gast, spielte in diversen europäischen und nordamerikanischen Kammermusikreihen und bereiste auf seinen Tourneen auch Japan, Australien und Neuseeland.

 

Die Diskographie des Vogler Quartetts beinhaltet eine Reihe viel gelobter Einspielungen für die Labels BMG/RCA, Nimbus, col legno und cpo; seit 2005 ist die Formation bei „Profil"-Edition Günter Hänssler unter Vertrag und hat dort Schubert- und Mendelssohn-Interpretationen veröffentlicht. In den kommenden Jahren entsteht eine Gesamtaufnahme der Dvorák-Quartette bei dem Label cpo.

 

Neben einer eigenen Konzertreihe am Konzerthaus Berlin pflegt das Ensemble noch weitere feste Bindungen: Im Jahr 2000 gründete das Vogler Quartett ein jährlich stattfindendes Festival im irischen Sligo; 2002 übernahm es die künstlerische Leitung der Kammermusiktage Homburg/Saar. Seit 2005 sind die Streicher außerdem für die mehrfach ausgezeichneten Nordhessischen Kindermusiktage in Kassel verantwortlich.

 

Die intensive pädagogische Tätigkeit des Ensembles umfasst sowohl die Arbeit mit Kindern als auch verschiedene Meisterkurse und Workshops für professionelle Quartette in Europa und Übersee. Im Jahr 2007 wurden die Mitglieder des Vogler Quartetts in der Nachfolge des Melos Quartetts zu Professoren für Kammermusik an die Stuttgarter Hochschule berufen.

Konzert am Sonntag, 04. März 2012

Le Tendre Amour (Barcelona)

Instrumental-vokale Barockmusik

 

Noch immer wirkt das Abschlusskonzert der vergangenen Saison mit dem „Concerto Romano“ bei uns nach: welch Musikalität, welch Spielfreude, welch unterhaltsame Musik! Wir geben es offen zu: Dieses Konzert hat Lust auf mehr gemacht. Und so präsentieren wir Ihnen in dieser Saison mit „Le tendre amour“ ein Ensemble aus Barcelona (dessen Mitglieder u. a. wohlgemerkt aus Spanien, Frankreich, den USA und Argentinien kommen), das uns vokal-instrumentale Musik präsentiert, die zwischen 1600 und 1750 komponiert wurde und anlässlich von jüdischen Feier- und Festtagen zur Aufführung gekommen ist. Ausgegraben hat das Ensemble diese zauberhafte Musik in der Ets-Chaim Bibliothek in Amsterdam, die anlässlich dieses Konzertes erstmals in der Region in der Besetzung Sopran, Barockvioline, Barockoboe, Traversflöte, Barockcello und Cembalo zur Aufführung kommen wird


Le tendre amour hat sich von Anbeginn intensiv der jüdischen Barockmusik gewidmet und gehört heutzutage zu den führenden Ensembles dieser Art in Europa. Einladungen führten die Musiker u. a. zum Festival de Musique Ancienne in Sablé-sur-Sarthe, zum Kissinger Winterzauber, zur Styriarte nach Graz und ins Musée d’Art et d’Histoire du Judaïsme in Paris.


Freuen Sie sich auf außergewöhnliche Musik, die an der Schnittstelle zwischen westlichem und östlichem Kulturkreis entstand, auf Freudvolles wie Besinnliches und auf Komponisten, die Ihnen im normalen Konzertbetrieb eher selten begegnen dürften (wie z. B. Shlomo Halevi Alkabetz, Abraham Caceres oder Michel P. de Montéclair). Das Konzert der aktuellen Saison mit der vielleicht außergewöhnlichsten Programmatik!

Konzert am Sonntag, 22. April 2012

Henschel Quartett

Beethovens Streichquartette in Perfektion

Ludwig van Beethoven: Streichquartette op. 18 Nr. 3 D-Dur, op. 59 (»Rasumowsky-Quartette«) Nr. 1 und op. 131 cis-Moll

 

Seit mehr als 15 Jahren spielt das Henschel Quartett in der selben Besetzung zusammen: die drei Geschwister Monika, Christoph und Markus Henschel sowie der Cellist Mathias Beyer-Karlshøj. Lange Zeit galten die vier sympathischen Künstler als Geheimtipp, doch mittlerweile scheinen sie in der „Champions League“ angekommen zu sein. Dabei zeigte die Erfolgskurve des Quartetts schon kurz nach seiner Gründung steil nach oben: 1995/96 war das Ensemble „Quartet-in-Residence“ des Tanglewood Music Festivals, 1995 gewann das Quartett bei den internationalen Wettbewerben in Evian, Banff und Salzburg fünf Preise für die besten Interpretationen von Mozart bis zu zeitgenössischen Werken. Im Jahr darauf folgten in Osaka der Gewinn des 1. Preises und die Verleihung der Goldmedaille. Gefeierte Debüts in den wichtigsten Musikzentren sowie ein umjubelter Einspringer für das Juilliard Quartet in Londons Wigmore Hall, von der BBC live übertragen, ebneten den Weg "in die 1. Liga der international führenden Quartettformationen" (WAZ). Im April 2007 widmete das wichtige englische Fachmagazin THE STRAD dem Henschel Quartett die Titelgeschichte. Kurz darauf reiste das Ensemble als Kulturbotschafter der Bundesrepublik Deutschland zum Europalia Jubiläumsfestival nach Brüssel.


Das Henschel Quartett hat zahlreiche CDs eingespielt. Die Produktion der Mendelssohn Streichquartette erhielt den Preis der deutschen Schallplattenkritik, die Box wurde für die MIDEM Awards in Cannes 2006 nominiert und vom Int. MusicWeb zur „CD des Jahres 2005“ gekürt. 2006 und 2007 erreichte sie Platz 1 unter den Top 10 der japanischen HMV Charts. Die Einspielung der Ginastera Quartette wurde von der „Gramophone“ besonders ausgezeichnet. Die letzten Neuerscheinungen waren: Ottorino Respighis "Il Tramonto" mit Magdalena Kozena bei Deutsche Grammophon (Preis der deutschen Schallplattenkritik) sowie Ludwig van Beethovens Streichquartette op. 18 Nr. 6 und op. 127 für SonyBMG (nmz topliste).

Konzert am Sonntag, 13. Mai 2012

Julian Arp (Cello) & Caspar Frantz (Klavier)

Die drei großen »B«s: Bach, Beethoven, Brahms

Johann Sebastian Bach: Sonate Nr. 2 für Viola da Gamba und Cembalo D-Dur BWV 1028

Ludwig van Beethoven: Sonate Nr. 2 für Violoncello und Klavier in D-Dur op. 102

Johann Sebastian Bach: Sonate Nr. 1 für Viola da Gamba und Cembalo in G-Dur BWV 1027

Johannes Brahms: Sonate Nr. 1 für Violoncello und Klavier in e-Moll op. 38

Mit dem Konzert des Duos Arp / Frantz setzen wir eine Reihe fort, in denen wir dem heimischen Publikum Cellisten allerersten Ranges präsentieren: Nach Jan Vogler und Nicholas Altstaedt nunmehr zum wiederholten Mal Julian Arp. 2009 war unser Publikum von ihm und seinen Klavierpartner Caspar Frantz restlos begeistert. Wir sind daher besonders gespannt, wie sich das Duo künstlerisch entwickelt haben wird. Auch vor diesem Hintergrund freuen wir uns ungemein auf ein rein „klassisches“ Programm mit Bach, Beethoven und Brahms.


Seit 1998 konzertieren der Cellist Julian Arp und der Pianist Caspar Frantz als festes Ensemble. Das perfekt aufeinander eingespielte Duo gewann eine Reihe renommierter Wettbewerbe (u. a. den Felix Mendelssohn-Bartholdy-Preis sowie den Deutschen Musikwettbewerb) und überzeugt Kritik bzw. Publikum gleichermaßen. Mit Hingabe und unbändiger Freude am Musizieren setzen sich die beiden Endzwanziger vom gewohnt routinierten Musikbetrieb auf erfrischende Weise ab: Ihr Duospiel zeichnet ein breites Repertoire aus, gepaart mit einer hervorragenden Balance der Instrumente. Einladungen zu den großen internationalen Festivals und von bedeutsamen europäischen Musikzentren dokumentieren ihren künstlerischen Rang innerhalb der jungen Musikergeneration. Zum Mendelssohn-Jahr 2009 spielten sie eine hochgelobte Aufnahme des Gesamtwerks von Mendelssohn für Violoncello und Klavier ein.

Konzert am Sonntag, 03. Juni 2012

Trombone Unit Hannover

Faszinierende Musik für großes Posaunenensemble

 

Hinter dem etwas sperrigen Namen „Trombone Unit Hannover“ verbirgt sich eines der europaweit besten Ensembles für Posaunenmusik, das erst jüngst beim letzten Deutschen Musikwettbewerb als Preisträger ausgezeichnet wurde. Seine acht Mitglieder spielen als Solisten in den wichtigsten deutschen Orchestern (Bamberger Symphoniker, Gürzenich-Orchester Köln, Sinfonieorchester des SWR Baden-Baden und Freiburg sowie Staatsoper Hannover) und darüber hinaus, z. B. West Eastern Divan Orchestra unter Daniel Barenboim oder Orchester der Mailänder Scala. Zwei Künstler des Ensembles wurden beim Deutschen Musikwettbewerb als solistische Preisträger ausgezeichnet, Frederic Belli wurde gar beim ARD Musikwettbewerb 2007 mit einem zweiten Preis geehrt. Mehr Auszeichnungen dürften in einem Ensemble kaum zu finden sein!


Von der überragenden Qualität des Ensembles konnte sich das Malgartener Publikum bereits im Juni 2009 überzeugen. Spieltechnische Herausforderungen meistert jeder einzelne Posaunist dieses Ensembles mit Bravour, ob im Fortissimo oder im Pianissimo. Und die überbordende Spielfreude der acht Profis sorgt in der Summe für Staunen, Begeisterung und klingende Ohren. Damit gereicht die „Trombone Unit“ zum herausragenden Vorbild für jedes Posaunenensemble.


In Malgarten ist es fast schon Tradition, dass wir unserem Publikum im letzten Konzert der Saison etwas ganz Besonderes bieten. Diesen Anspruch, da sind wir ganz sicher, werden wir auch im Frühsommer 2012 einlösen können. Sollte das Wetter mitspielen, werden wir diese Sternstunde der Blechbläsermusik im offenen Kreuzgang des Klosters erleben. Mit der Klosterkirche steht uns ein gleichsam geeigneter Ort als Schlechtwetteralternative zur Verfügung. 

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